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ZIRKUS ALBANY
Eine mörderische Seifenoper
Alles könnte so schön bunt werden, wären die Tiernummern nicht längst gegessen, würden sich die Akrobaten nicht ständig verbiegen und wäre der ganze Zirkus nicht nur Theater. Der Direktor ist ein singender Sprechstallmeister, seine entzauberten Assistentinnen sind zwei von Liebe und Hass zu ihm sich zerfleischende Sopranistinnen, und das Orchester ist besetzt mit einer tauben Doppelgängerin am Klavier.
Unverhofft beginnt es hier schon kompliziert zu werden. Die Vorgängerin der Klavierspielerin ist nämlich unter dubiosen Umständen ausgeschieden, was das Engagement einer Doppelgängerin am Klavier notwendig machte. Deren Ausscheiden ist eine nirgends beurkundete Tatsache, die den Sprechstallmeister zunehmend an der Taubheit der Doppelgängerin am Klavier zweifeln läßt.
Was als nette Unterhaltung geplant ist, Messerwerfen, die zersägte Jungfrau (was eben zu einem Zirkus gehört), entwickelt sich zum blutigen Spiel um die Wahrheit über den Verbleib des verschwundenen Lieblingselefanten Dumbo. Er war die vormalige Hauptattraktion des Zirkus Albany, die nun von dem ungeliebten Killerhai und dessen atemberaubenden Sprung durch den brennenden Futterring ersetzt wird - eine Attraktion, bei der jedem Dompteur das Wasser bis zum Hals steht.
Apropos Albany Albany bedeutet in der deutschen Übersetzung Traumschloß und bleibt, soviel darf hier schon verraten werden, das Ziel einer Reise, die durch keinen Zirkus der Welt aufzuhalten ist.
Szenarium: Steffen Thiemann
Regie: Alexander Herrmann
Musikalische Einrichtung: Daniel Hasler
Musikalische Leitung/Klavier: Maria Grimm
Ausstattung: Reinhardt Grimm
Lichtdesign: Felix Grimm
Schneiderei: Elke Lehner
Tischlerei: Fred Bormann
Technik: Yves Liske
Es singen und spielen: Maria Grimm, Petra Koerdt,
Ingo Volkmer, Birgit Wagner
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Das Leben ist viel zu kurz, um alles zu verstehen.
Haben Sie keine Angst! Kommen auch Sie nach Albany! Alles ist nur Theater.
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