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SCHLOSSPLATZTHEATER / JUNGE OPER BERLIN
DAS GREULICHE FESTMAHL
von Jacques Offenbach Textfassung frei nach Johann Nepomuk Nestroy von Bettina Bartz
open air im LICHT- GARTEN, Altstadt Köpenick, Alter Markt 6
Was passiert, wenn es ausgerechnet vor dem Gipfeltreffen zwischen Häuptling Abendwind und Häuptling Tapferer Hase von der Nachbarinsel an fleischlicher Nahrung mangelt, zum Glück ein gut gebauter Fremder auftaucht, der dann anhand einiger Utensilien im Kochtopf als heißerwarteter Sohn des Tapferen Hasen identifiziert wird ...
In einer eigenen Fassung gestaltet das Schlossplatztheater mit vier Sängern und einem Pianist die skurrile Operette, die 1857 in Paris uraufgeführt wurde.
Es erwarten Sie harte Männer, ein süßes Südsee-Girl, ein mysteriöser Fremder und unbändiger Appetit nach Fleisch, bestens serviert mit der spritzigen Musik Jacques Offenbachs und das alles erleben Sie in einer lauen Sommernacht. Mit Pflanzen inszenierte Areale und eine bühnenähnliche Plattform im LICHT-GARTEN sind Spielraum für das sommerliche Spektakel.
Mit: Birgit Wagner, Wolfram B. Meyer,
Marcel Sindermann, Ingo Volkmer
Musikalische Leitung/Klavier: Insa Bernds / Robert Nassmacher
Bei schlechtem Wetter im Schlossplatztheater!
Jacques Offenbach (1819 1880 )
Leo Tolstoi und Heinrich Heine bewunderten Offenbach. Nietzsche war „entzückt“. Richard Wagner fand ihn abscheulich: „Der Musik Offenbachs entströmt die Wärme eines Düngerhaufens: auf ihm konnten sich alle Schweine Europas wälzen“. Den „Mozart der Champs-Elysées“, wie Rossini Offenbach nannte, trafen solche Vorwürfe nicht. Es sei schwieriger, pikant und melodiös zu sein, als gelehrt und langweilig, äußerte Offenbach.
Für die von Offenbach geschaffene Gattung der Gesellschaftssatire in Form des Musiktheaters hat sich als Bezeichnung „Operette“ durchgesetzt, obwohl er sie selbst nicht so nannte. Außer „Orpheus in der Unterwelt“, „Die schöne Helena“, „Ritter Blaubart“, „Pariser Leben“ oder „Hoffmanns Erzählungen“, seinem unvollendeten letzten Werk, sind noch über hundert weitere musikdramatische Werke überliefert.
Die meisten davon sind wirkungssichere und geistreiche „Musiquettes“ Stücke mit kleiner Besetzung. Dazu zählen auch „Das greuliche Festmahl“, UA 1857 in Paris. Offenbachs Musik ist witzsprühend, ironisch, respektlos und fasziniert durch zündende Rhythmen und eingängige Melodien.
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